Pressen

Pressverfahren

Das Pressen von Keramik ist neben den anderen formgebenden Verfahren Schleifen oder Schlickern ein zusätzliches Verfahren zur Herstellung vollkeramischer Restaurationen. Mit VITA PM 9 ist seit 2007 eine Presskeramik verfügbar, die aus der bewährten Verblendkeramik VITA VM 9 entwickelt wurde. Sie eignet sich besonders für die Herstellung ein- und mehrflächiger Inlays, Onlays, Teilkronen, Veneers und Frontzahnkronen als auch zur Überpresstechnik mit Yttrium teilstabilisiertem Zirkondioxid.

Grundsätzlich unterscheiden wir bei der Presskeramik drei verschiedene Herstellungsprozesse: die Überpresstechnik für Gerüste aus Zirkonoxid (VITA In-Ceram YZ), die Maltechnik und die Schichttechnik.

Alternativ zur klassischen Keramikverblendung können mit VITA PM 9 Gerüste aus Zirkondioxid überpresst werden (Überpresstechnik). In dieser Variante sind auch Seitenzahnkronen sowie Brücken im Front- und Seitenzahnbereich mit bis zu drei Gliedern möglich. Die vollanatomische Wachsmodellation erfolgt direkt auf dem Zirkonoxid-Käppchen und wird mit diesem zusammen eingebettet und überpresst. Zur farblichen Charakterisierung und Glasur eignen sich sowohl VITA AKZENT Malfarben und Glasurmasse wie auch die Malfarben und Glasurpaste des VITA SHADING PASTE Sortiments.

Bei der Maltechnik wird die Restauration vollanatomisch in Wachs modelliert, eingebettet und anschließend mit geschmolzener Keramik unter Druck gepresst – ein dem Goldguss vergleichbares Verfahren. Der gepresste Rohling wird ausgearbeitet und auf den Stumpf aufgepasst. Zur farblichen Charakterisierung oder Individualisierung wird Malfarbe aufgetragen und mit einem keramischen Brand fixiert.

Das Vorgehen bei der Schichttechnik erfolgt in zwei Schritten. Die Restauration wird zwar zunächst ebenfalls vollanatomisch modelliert, jedoch vor dem Anstiften reduziert. Vergleichbar mit der Verblendkeramik wird zunächst eine Art Gerüst hergestellt, das nach dem Pressen und Aufpassen mit Verblendkeramik - bei VITA PM 9 ist dies VITA VM 9 – anatomisch ergänzt wird.

PM 9 ist jedoch kein Gerüstmaterial, es sind nur geringe Individualisierungen erlaubt!

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