Inspiriert durch die klassische Schlickertechnik in der Keramikindustrie entwickelte der Zahnarzt und Werkstoffwissenschaftler Dr. M. Sadoun die VITA Infiltrationstechnik. 1989 wurde sie von der VITA Zahnfabrik als VITA In-Ceram auf den Markt gebracht.
Das Ausgangsmaterial in Pulverform wird mit einer Spezialflüssigkeit in einem Ultraschallbad angemischt. Dieser so hergestellte Schlicker wird auf einen speziellen Gipsstumpf aufgetragen. Hierdurch erhält die Restauration bereits ihre endgültige, passgenaue Innenkontur. Nun wird das Material bei einer Temperatur von über 1.100 °C porös gesintert. Bei dieser Temperatur kommt es durch schrumpfungsfreie Diffusionsprozesse lediglich zu punktuellen Verbindungen zwischen den Körnern. In diesem Zustand besitzt das Material kreideartige Konsistenz und kann sehr leicht bearbeitet werden. In einem weiteren Arbeitsschritt wird ein Spezialglas infiltriert. Hierdurch erhält die Restauration ihre charakteristische Einfärbung, Transluzenz und hohe Endfestigkeit. Da keine Sinterschrumpfung stattfindet, bleiben die Dimensionen des Gerüstes sowohl bei der Sinterung als auch bei der Glasinfiltration unverändert.
Neben der klassischen VITA Schlickertechnik existiert seit 1993 auch die Möglichkeit der Kronen- und Brückengerüstherstellung aus industriell gesinterten Blöcken mit verschiedenen maschinellen Schleifverfahren (CAD/CAM-Verfahren, Kopierschleifverfahren). Durch die industrielle Sinterung der VITA In-Ceram Blöcke für die CAD/CAM-Technik sind weitere Festigkeitssteigerungen, insbesondere Steigerungen der Zuverlässigkeit (Weibull-Modul) erreicht worden. Die industrielle Fertigung des Blockmaterials, verbunden mit einer stärkeren Versinterung (Necking) im Vergleich zum Schlickermaterial führt zu einem Werkstoff, der eine sehr gute Maschinenbearbeitbarkeit aufweist und eine sichere zahntechnische Handhabung mit verkürzten Prozesszeiten gewährleistet.
Seit 2002 gibt es die VITA In-Ceram YZ Blöcke. Diese Materialvariante aus Yttrium-teilstabilisiertem Zirkondioxid ist ausschließlich mithilfe der CAD/CAM-Technologie (inLab von Sirona) zu verarbeiten. Die hohe Endfestigkeit des Werkstoffes wird hier nicht durch Glasinfiltration, sondern durch eine kontrollierte Sinterschrumpfung erreicht. Um die gleichbleibend sichere Verarbeitung und hohe Passgenauigkeit von VITA In-Ceram zu gewährleisten, werden die Restaurationen zuvor automatisch um etwa 25 Prozent vergrößert ausgeschliffen. Mit VITA In-Ceram AL stehen seit 2005 dichtsinternde Aluminiumoxidblöcke mit faszinierenden Eigenschaften zur Verfügung. Damit steht VITA In-Ceram auch für Hochleistungskeramik - ein Vollkeramik-System mit Zukunft.
Seit 1986 ist das CEREC System der heutigen Sirona Dental Systems - früher Siemens Dental - im klinischen Einsatz. Mittlerweile sind CEREC und inLab marktführend im Bereich der dentalen CAD/CAM-Systeme in Praxis und Labor.
Nachdem die Erfinder Mörmann und Brandestini zunächst mit selbst konstruierten und hergestellten Blöcken aus Komposit und Keramik das System zum Prototyp entwickelt hatten, musste für die Einführung eine professionelle Lösung her.
1984 wurde der Grundstein für eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Abteilung von Prof. Mörmann und der VITA Zahnfabrik gelegt. Am 19. September 1985 setzte Prof. Mörmann in Zürich „chairside" das erste vollkeramische Inlay ein, das er mit einem CEREC-1 Gerät konstruierte und aus einem VITABLOC der ersten Generation schliff.
1991 führte VITA mit den VITABLOCS Mark II die zweite Generation der Keramikblöcke ein. Sie wurden aus Feinstruktur-Feldspatkeramik hergestellt. Dieses Feinstrukturgefüge sowie der industrielle Sinterprozess sind Ursache nicht nur für die gute Polierbarkeit. Damals wie heute bescheinigen Wissenschaftler dieser Keramik zudem ein besonders antagonistenfreundliches Verhalten im Mund.
2003 führt VITA die VITABLOCS TriLuxe ein. Mit einem neuen Fertigungsverfahren gelang es, einen Keramikblock zu entwickeln, der aus drei Schichten besteht: Hals, Dentin und Schmelz. Die Schichten unterscheiden sich voneinander durch ihren Farbsättigungsgrad und damit durch ihren Transluzenzgrad. Der Zahnarzt hat mit diesen Blöcken die Möglichkeit, die für den natürlichen Zahn charakteristischen Farbverläufe „chairside", also direkt am Behandlungsstuhl zu realisieren. Gegenüber den VITABLOCS TriLuxe ist bei den VITABLOCS TriLuxe forte der Farbübergang vom Schmelz zur Halsschicht noch feiner nuanciert. Gleichzeitig ist das Chroma im unteren Dentin- bzw. Halsbereich stärker betont und der Block verfügt über eine natürliche Fluoreszenz die zur Schneide hin abnimmt.
| 2007 | Einführung von VITA PM 9 |
| 2007 | Einführung von VITABLOCS TriLuxe forte for CEREC/inLab |
| 2007 | Einführung von VITA CAD-Temp for inLab Kompositblöcken |
| 2006 | Einführung von VITA CAD-Waxx for inLab Acrylatpolymerblöcken |
| 2005 | Einführung von VITA In-Ceram AL for inLab |
| 2004 | Einführung des VITA VM 9 ESTHETIC KITS for VITABLOCS |
| 2003 | Einführung von VITABLOCS TriLuxe for CEREC/inLab |
| 2002 | Einführung von VITA In-Ceram YZ for inLab |
| 1999 | Einführung von VITA In-Ceram ZIRCONIA for inLab |
| 1997 | Einführung von VITA In-Ceram SPINELL/ALUMINA for inLab |
| 1993 | Einführung der ersten industriell gesinterten Blöcke für verschiedene maschinelle Schleifverfahren |
| 1991 | Einführung von VITABLOCS Mark II for CEREC |
| 1989 | Einführung der VITA In-Ceram Schlickertechnik in den Materialvarianten SPINELL, ALUMINA und ZIRCONIA |
| 1986 | Erste Serienproduktion von VITABLOCS for CEREC |
| 1985 | Erster klinischer Einsatz mit VITABLOCS an der Universität Zürich |